Das japanisch-deutsche Traumpaar May & Tim aus Essen sagen YEAH im Hattinger Haus Kemnade und She Said Yes liefert den (Film)-Soundtrack.
11 Monate ist es her. May & Tim überraschen uns mit Ihrem Wunschsong, Ihrer Herzlichkeit und Offenheit. Der knackige Drei-Zeiler Ihrer Anfrage-Email bringt uns zum Schmunzeln. Wir blicken auf You’ve got a friend in me von Randy Newman aus dem 90er-Jahre-Film Toy Story und einem groben Konzept zur musikalischen Untermalung bei der Ankunft der Gäste, der freien Trauung und dem anschließenden Sektempfang. 140 einfache Wörter, aus denen einige Monate später eine unvergessliche Geschichte geschrieben wird.

 

Bis zur Unendlichkeit und viel weiter

 

Du hast den Disney-Pixar-Klassiker noch nicht gesehen? Nehm Dir mal die zwei Minuten und erinnere Dich an Deine Kindheit. Versprochen, es lohnt sich!

Hast du You’ve got a friend in me wiedererkannt? Ein großartiger Song voller Leichtigkeit, der die bedingungslose nie endende Liebe und Verbundenheit zwischen dem Kind Andy zu seinem Lieblingsspielzeug Cowboy-Sherrif Woody beschreibt. Wer den Film kennt, weiß mit welchen Herausforderungen Woody und Noch-Konkurrent Buzz Lightyear zu kämpfen haben. Mit viel Herz, Willen und auch etwas Eifersucht meistern sie zusammen alle Abenteuer. Am Ende erkennen sie, dass Andys Liebe wichtiger ist als das beste Spielzeug zu sein.

 

Das perfekte Hochzeitslied

 

Bevor es zum Showdown kommen kann, passiert etwas Entscheidendes in unserem kreativen Regieraum in Düsseldorf. Einen Song technisch professionell mit Top-Equipment und ohne hörbare Fehler zu spielen ist für uns als Künstler nur die eine Seite der Medaillie. Für ein Erlebnis, das den Hörer irgendwie kickt, konzentrieren wir uns verstärkt darauf wie der Song gespielt. Wer schonmal auf einem kleinen Konzert mit vielleicht 50 Leuten war, weiß was ich meine. Da herrscht eine ganz eigene Atmosphäre der direkten Verbundenheit zwischen dem Künstler und dem Publikum. Alle wollen es und wenn der Tipping Point erreicht ist, entsteht ein unvergessliches Erlebnis, wo die tatsächlich gehörte Musik nur ein Teil ist. Es sind  nicht die externen Ablenkungsmanöver wie ein krachendes Feuerwerk gemeint oder diese nervenden 80s-Schwenkmoves von dicken Sonnenbrillen-Saxophonisten. (*Danke ESC*). Es geht um etwas anderes.
Die Instrumente bleiben im Koffer. Nicht sofort anfangen zu spielen. Erstmal zuhören! Mindestens 30 mal.
  • Worüber singt der Künstler?
  • Was will er damit erreichen?
  • Was sagt der Song uns persönlich?
  • An welche Situation erinnert mich der Song?
  • Wie habe ich mich gefühlt?

Manuel und ich bauen unsere ganz persönliche Identifikation und Geschichte zu dem Song auf. Bei  You’ve got a friend in me und dem Film Toy Story gibts wirklich viele Erinnerungen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Dieses Brainstorming zeigt eine bunte Mindmap voller Begriffe um Freundschaft, Spaß, Neugier und Kindheit. Wir kanalisieren unsere persönlichen Emotionen und Fragmente in ein gemeinsames Verständnis und transformieren sie in einen She Said Yes-Song passend für May & Tim. Der Song arrangiert sich binnen wenigen Minuten für unsere untypische Besetzung neu und die Finger und Stimme wissen genau, was zu tun ist. Wir öffnen uns und unsere Instrumente sind die Stimme. Bereit für den Showdown.

 

Wie im Film

 

Die Hochzeitsgesellschaft sitzt umringt von sommerlich-gelben Luftballons auf dezent geschmückten Bänken neben den Burgmauern vom Haus Kemnade. Es wird still. Nur noch wenige Gespräche sind zu hören, die in den nächsten Sekunden von den quakenden Fröschen aus dem Burggraben vollständig übertönt werden. Im Einklang mit der Natur, durch die Sonnenstrahlen leicht aufgewärmte Haut und den vertrauten Sitznachbarn entsteht eine tiefenentspannte Atmosphäre unter den Gästen. Jede zusätzliche Sekunde in diesem fokussierten Zustand, lässt einen Vorfreude-Hormoncocktail frei. Die Trauung rückt immer näher.
Die Blicke sind nach vorne zum Traualtar-Stehtisch gerichtet sind, wo Tim sehnsüchtig seine May erwartet. Es kommt unser Impuls die Zeremonie zu starten. Alle Köpfe drehen sich sofort um. Es geht los. Seite an Seite mit ihrem Vater schreitet May durch die bereits stehende Hochzeitsgesellschaft zu Trains – Marry Me direkt in die weit geöffneten Arme von Tim. Bei dem liebevollen Kuss, begleitet von vielen Glückstränen, bemerke ich meine entstehende Geierpelle, wie man im Pott so sagt.
Viel Zeit und Persönlichkeit hat Trauredner Benjamin Wiedemann in die Rede gesteckt und besticht mit viel Charme und Humor. Beim Mini-Briefing im Vorfeld einigen wir uns auf ein paar Signalwörter und sorgen damit für den nahtlosen Übergang zwischen Musik und Trauungszeremonie, die sich zu einem einzigartigen Mix ergänzen.

 

Der Showdown

 

Die Trauzeugen kommen nach vorne und teilen ihre Dankbarkeit zur gemeinsamen Freundschaft mit sehr witzigen Anekdoten und kreierten bei jedem Gast (und uns inklusive) tolle Bilder im Kopf. Diese Freundschaft ist über viele Jahre gereift und wird aufrichtig mit viel Leidenschaft in gemeinsamen Aktivitäten gepflegt. Genau das pointiert Trauredner Benjamin bei May & Tim und leitet den Satz der Sätze ein. Tim, du darfst die Braut jetzt *unser Zeichen* küssen! In den Sekundenbruchteilen, wo sich May & Tims Lippen nähern, startet unsere Version von  „You’ve got a friend in me“. Die Luft und Energie pulsiert. Die Gäste hält es nicht mehr auf den Plätzen. Fotograf Martins Finger laufen auf dem Abzug seiner Kamera heiß und fangen diesen Moment gekonnt in der 360 Grad-Rundum-Perspektive für die Ewigkeit ein. Filmreif!

 

Ein Sektchen vielleicht?

 

Martins akzentuiertes Saxophon-Intro von Mumford & Sons She Said Yes sind die neuen Kirchenglocken bei freien Trauungen. Mit 146 beats per minute wird die Herzfrequenz der Gäste auf das anstehende Feierlevel gebracht. Unter einem Mix aus Applaus und Mitklatschen im Takt ziehen May & Tim stolze 15m weiter zum Sektempfang. Während sich die Gäste in eine mindestens ebensolange Glückwunschschlange anstellen heißt es für uns: Plug & Play. Wir ziehen an den Gästen vorbei und betreten unseren Perserteppich. Der Sound unserer neuen Anlage ist bereits gecheckt und aufgebaut. Der nahtlose Übergang ist geglückt. Jetzt ist genug mit der Romantik! Zu den Gratulationen und Sekt reichen wir Van Morrission, Mighty Oaks, Ed Sheeran, Ray Lamontagne, Bon Iver, OutKast, Mumford & Sons, Kings Of Leon und eigene Musikkreationen. Harmoniert im Abgang wunderbar mit Bier, welches wir nach dieser einstündigen Session gegen unser bubblefreies Wasser gerne eingetauscht haben. Auf May & Tim.

 

Hochzeitslieder

 

Pre-Wedding
  1. Bright Eyes – First Day Of My Life
  2. Phillipp Poisel – Ich & Du
  3. Kings Of Leon – Use Somebody
  4. Rihanna – Diamonds
  5. Angus & Julia Stone – For You
Trauung
  1. Train – Marry Me
  2. Randy Newman – You´ve Got A Friend In Me (Wuschsong)
  3. Mumford & Sons – She Said Yes
Sektempfang
  1. Ray Lamontagne – You´re The Best Thing
  2. Edward Sharpe & The Magnetic Zeros – Home
  3. Ed Sheeran – Give Me Love
  4. She Said Yes – Hero
  5. Bon Iver – Skinny Love
  6. Van Morrison – Crazy Love
  7. U2 – All I Want Is You
  8. John Legend – All Of Me
  9. Mumford & Sons – I Take Your Hand
  10. The New Basement Tapes – Kansas City
  11. Mighty Oaks – Great Northwest
  12. OutKast – Hey Ya
  13. Mighty Oaks – Seven Days
  14. Klingande – Jubel
  15. Kings Of Leon – Sex On Fire

Mitwirkende

 
Haus Kemnade
Haus Kemnade
Hattingen
Martin Flintrop Photography
Martin Flintrop Photography
Essen
She Said Yes
She Said Yes
Düsseldorf
Trauredner Benjamin Wiedemann
Trauredner Benjamin Wiedemann
Essen
 

 

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Martin Ridder

Gründer & Saxophonist bei She Said Yes
Kann ausgezeichnet mit dem Saxophon, tankt Gedanken, bereist die Welt und macht was Spannendes mit glühendem Stahl und Supercomputern. Email: [email protected]

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